Ein steirischer Dechant steht zu seiner Beziehung zu einer Frau und legt seine Ämter nieder.

Dechant Maximilian Tödtling des Dekanats Leoben hat den derzeitigen Diözesanadministrator Heinrich Schnuderl über diesen Schritt bereits in Kenntnis gesetzt. "Die Diözesanleitung, allen voran Diözesanadministrator Schnuderl, ist bis jetzt sehr verständnisvoll und gut mit mir umgegangen", hatte Tödtling in seiner Ansprache am 6. April zu seinen Gläubigen gesagt. Der Grund des Rücktrittes sei seine Beziehung zu einer Frau. Nach der Laisierung wollten sie heiraten. Die Diözese helfe auch, seine Zukunft weiter gut zu gestalten, so der Pfarrer. Er könne auch wieder in kirchlichen Dienst treten. Schnuderl hoffe, "dass der offene Umgang von Dechant Tödtling beispielgebend für uns Priester wirkt, dem eigenen Versprechen, das man bei der Priesterweihe gibt, treu zu bleiben". Tödtlings Entscheidung sei zu respektieren, so Schnuderl weiter. Im gemeinsamen Gespräch habe man nach Arbeitsmöglichkeiten nach dem Ausscheiden aus dem Amt gesucht. (Katweb/KAP v. 7. 4.; JA v. 19. 4.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Antoine Audo, sagte im Gespräch mit Radio Vatikan, dass die Kirche in Syrien alles dafür tun werde, um Frieden und Versöhnung zu fördern. Für die Christen in Syrien hat 2020 mit einer Friedensmesse begonnen. Die Kirche sei überall präsent, auch dort, wo die Sunniten bewusst alles zerstört hätten. „In Aleppo haben die Menschen die wahre Haltung der Kirche entdeckt und zwar jene der Nächstenliebe. Es geht um die Hilfe für die Armen, es geht um den Respekt gegenüber Menschen. Das ist der Dialog des Lebens. Das ist das Schöne hier, trotz des Krieges. Die Christen haben diese Berufung und zwar mit einer Dynamik der Einheit. […] Wir müssen diese Dynamik der Einheit schaffen, was viel Kraft, spiritueller Glaube und Hoffnung bedarf.“ (vn v. 3. 1.)

     

  • Der Professor für Liturgiewissenschaft an der Universität Münster, Clemens Leonhard, plädiert für einen kirchlichen Segen für homosexuelle Paare: In den derzeitigen Vorschriften für eine Trauung wird z. B. für ältere Leute der Hinweis auf Kinder weggelassen. Sonderregelungen im Segensgebet gibt es ebenso bei Trauungen mit Christen anderer Konfessionen oder Religionen oder sogar für Atheisten. Warum also nicht auch für Homosexuelle, wenn es nur eine Segnung ist, fragt Leonhard. Es geht ja in den Trauungstexten „um das Glück der konkreten Menschen“ und er zitiert: „Wo Mann und Frau in Liebe zueinander stehen und füreinander sorgen, einander verzeihen, einander ertragen, wird deine Treue sichtbar.“ Diesen Satz könnte man doch auf „zwei Frauen oder zwei Männern“ umschreiben. Dem Wunsch der Homosexuellen nach einer Segnung gehört „nicht aus Großzügigkeit, sondern aus Gerechtigkeit“ entsprochen. (Die Furche v. 2. 1.)

     

  • Beim Angelus-Gebet zum Hochfest Epiphanie (6. Jänner) hat Papst Franziskus den Gläubigen der katholischen und orthodoxen Ostkirchen gratuliert. „Für sie und ihre Gemeinden wünschen wir das Licht und den Frieden von Christus, dem Retter“, sagte er beim Mittagsgebet vor Tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. Er lud die Anwesenden zu einem Applaus für die ostkirchlichen Getauften ein, die ihr Weihnachtsfest am 7. Januar feiern.  (vn v. 6. 1.)

     

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