Für den neuen Erzbischof von Berlin, Heiner Koch, ist die Kirche „in Gefahr, ihre Demut zu verlieren […]

Der Arme bekommt ständig seine Grenzen aufgezeigt. Er muss lernen, sie zu lieben. Ähnlich ist es mit der Kirche: Sie schwebt überall dort in Gefahr, ihre Demut zu verlieren, wo sie sich der Achtung der Gesellschaft, ihrer politischen Bedeutung und finanziellen Potenz allzu sicher ist. […] Hätten wir kein Geld, würde das den Reformwillen befeuern. Ich glaube aber, Reformen sind auch mit Kirchensteuer möglich. […] Es wird die Zeit kommen, da werden wir nicht mehr überall einen Hauptamtlichen hinsetzen können. Deshalb müssen wir mit den Laien entscheiden und nicht über sie. […] Eine Kirche, die den Menschen heutzutage versucht, ihre Meinung aufzuzwingen, ist verrückt. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Gesellschaft andere Vorstellungen von Sexualität hat“, so der neue Erzbischof von Berlin in einem Interview in der Online-Ausgabe der Zeitung „Die Zeit“. (http://www.zeit.de vom 17. 9.)

 

 

Artikelempfehlungen

Die bisherige Beilage „Frau - Kirche – Welt“ der päpstlichen Tageszeitung „L´Osservatore Romano“ erscheint künftig als...
Der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff und der Freiburger Fundamentaltheologe Magnus Striet wenden sich in...
Die Kirchen in Pakistan und die Menschenrechtsorganisationen begrüßen diesen Schritt und nennen ihn eine „historische...