Kardinal Walter Kasper plädiert in einer Grundsatzrede vor dem Papst und der Vollversammlung von 150 Kardinälen für ein Umdenken bei der Ehe- und Sexualmoral.

Das bloße Pochen auf Regeln, die einzuhalten seien, überzeugt keinen Menschen. Die Bibel versteht die Zehn Gebote nicht als Last, sondern als Wegweisung zu einem erfüllten Leben. Der Kardinal fordert mehr „Barmherzigkeit“, aber sie ist „keine billige Gnade, die von Umkehr dispensiert  …  Die Sakramente sind auch keine Belohnung  …  , welche die ausschließt, die der Sakramente am meisten bedürfen.  …  Wenn in geschiedener Wiederverheirateter bereut, dass er in erster Ehe versagt hat, wenn er sich nach Kräften mühte, die zweite zivile Ehe aus dem Glauben zu leben, können wir ihm dann das Sakrament der Buße und Kommunion verweigern?“ Die Kirche müsse ihre Furcht von Veränderung überwinden, so der Kardinal in einer zweistündigen Rede am 20. Februar zur Kardinal-Vollversammlung mit dem Papst und 150 Kardinälen.  (Kathweb/KAP v. 27. 2.; JA v. 9.3.)

 

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