Das „Katholisch-Muslimische Forum“ verurteilt einmütig Gewaltanwendung im Namen der Religion.

In der am 13. November veröffentlichten Abschlusserklärung heißt es: „Es ist nie hinnehmbar, solche Taten mit religiösen Motiven zu rechtfertigen oder mit Religion zu vermengen“. Angesichts der Spannungen und Konflikte in der Welt müssten Christen und Muslime besser und vertrauensvoller zusammenarbeiten. Große Bedeutung hat aus Sicht des Forums die Erziehung junger Menschen in Familie, Schule, Universität, Kirche oder Moschee. Schulbücher und Lehrpläne sollten ein objektives und respektvolles Bild der anderen Seite zeigen. Der interreligiöse Dialog sei für ein besseres gegenseitiges Verständnis unverzichtbar. Eindeutig erklärte sich das Forum gegen Vorurteile, Entstellungen, Verdächtigungen und unangemessene Verallgemeinerungen. Alle Teilnehmer wünschten sich eine friedliche Beziehung zwischen den Religionen. Der Dialog brauche auch konkretes Handeln wie Begegnungen unter jungen Leuten und gemeinsame Projekte für das Gemeinwohl. Es war das dritte Treffen des Vatikanischen Dialogrates mit hochrangigen Repräsentaten des Islam: Die vatikanische Seite wurde geleitet vom Präsidenten des Dialogrates, Kardinal Jean-Louis Tauran. Die muslimische Delegation führte der Philosoph Seyyed Hossein Nasr an, Professor für Islamische Studien an der George Washington Universität in Washington. Er vertrat den jordanischen Prinzen Ghazi bin Muhammad, der aus gesundheitlichen Gründen absagen musste. (http://de.radiovatikana.va  vom 13. 11)

 

 

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