Die anerkannte US-Theologin und Ordensfrau Margaret A. Farley spricht sich für eine Änderung der römisch-katholischen Sexualmoral aus.

In einem Interview der Online-Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ anlässlich der deutschen Ausgabe ihres Buches „Verdammter Sex: Für eine neue christliche Sexualmoral“ (engl. Titel: „Just Love. A Framework for Christian Sexual Ethics“) fordert sie ein radikales Umdenken beim Umgang mit Homosexualität, Verhütung, Zölibat und Ehescheidung. Ihre sieben Normen für die „Voraussetzung für gerechte Liebe“ sind: „Sex soll einvernehmlich sein und auf Gegenseitigkeit beruhen. Die Partner müssen sich auf Augenhöhe begegnen und dürfen sich nicht verletzen. Die Gesellschaft darf niemanden wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminieren. Und: Sex sollte verbindlich sein und die Beziehung fruchtbar“. Dies versteht sie so: „Aus jeder Beziehung kann eine Frucht, kann ein Gewinn erwachsen, der kein leibliches Kind der Partner sein muss. In manchen Regionen der Welt ist es auch nicht sinnvoll, dauernd Kinder zu zeugen, die dann hungers sterben“. Zur bisherigen Sexualmoral: „Wir verlieren mit dieser Sexualmoral nicht nur Gläubige, sondern auch Priester“.  (JA v. 6.7.)

 

 

 

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