Die deutsche evangelische Theologin und offizielle Botschafterin für das evangelische Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann, hat Papst Franziskus gewürdigt.

Bei einer Veranstaltung am 5. Dezember in Salzburg sagte sie, sie erhoffe sich von den Feiern, die in zwei Jahren in vielen Ländern stattfinden sollen, eine „gegenseitige Bereicherung“ von evangelischer und römisch-katholischer Kirche. Es gelte, die „kreative Kraft der konfessionellen Differenz erfahrbar zu machen, dafür braucht es Zeichen und Symbole. Der derzeitige Papst ist genial darin, sie zu finden“, erklärte sie, offenbar mit Blick auf das Kelch-Geschenk am 15. November von Franziskus an die Lutheraner. Das Reformations-Jubiläum 2017 sei kein „innerprotestantisches, sondern offen für […] die ökumenische Dimension und den internationalen Horizont […] Je stärker wir gemeinsam auftreten, desto eher werden wir gehört“, so Käßmann. Der Dekan der Salzburger Katholisch-Theologischen Fakultät, Dietmar Winkler, sagte bei der Matinee, kirchenhistorisch sei das damalige Reformationsanliegen berechtigt und die Reformation nicht als Kirchentrennung beabsichtigt gewesen. Für 2017 wünscht sich Winkler medienwirksame versöhnende Zeichen und Symbole zwischen den Kirchen und ein Anerkennen der theologischen Weiterentwicklung: „Wir haben nicht nur eine Trennungsgeschichte, sondern auch eine Versöhnungsgeschichte.“ (http://de.radiovaticana.va vom 5. 12.; KAP vom 05.12.)

 

 

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