Die muslimische al-Azhar-Universität und das koptisch-orthodoxe Patriarchat treffen eine Vereinbarung mit Richtlinien für die gemeinsame Bekämpfung des Missbrauchs von Kindern in Ägypten.

Unter der Schirmherrschaft des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF wurde das gemeinsame Dokument am 9. Mai vom koptisch-orthodoxen Patriarchen Tawadros II. und vom Großimam der Universität, Scheich Ahmed al Tayyeb, unterzeichnet. Der Text bezeichnet den Schutz von Minderjährigen als gemeinsamen Wert der muslimischen und christlichen Glaubensgemeinschaft. Zu den Zielen der Kinderschutz-Kampagne gehören unter anderem die Bekämpfung von Genitalverstümmelungen, der Verheiratung von Minderjährigen und von sexuellem Missbrauch. Neben der gemeinsamen Absichtserklärung ist auch das Mitwirken von 850 Imamen, Priestern, Mönchen und Pastoralarbeitern vorgesehen, die im Rahmen von Kursen auf die Arbeit vorbereitet werden und die Aufklärung der Bürger über die Missstände vorantreiben sollen. (www.de.radiovaticana.va u. fides vom 10. 5.; JA vom 22. 5.)

 

 

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