Die römisch-katholische Kirche in Schottland hat nach Veröffentlichung des so genannten McLellan-Kommissionsberichts zu Kindesmissbrauch die Opfer um Vergebung gebeten.

Sexueller Missbrauch von Minderjährigen sei ein "schreckliches Verbrechen", umso mehr, wenn es innerhalb der Kirche und durch Geistliche verübt werde, sagte der Vorsitzende der Schottischen Bischofskonferenz, Erzbischof Philip Tartaglia, am 18. August in Glasgow. Die Bischöfe seien "beschämt und schmerzerfüllt" angesichts des Leidens der Opfer. "Wir bitten um Vergebung." Der Kommissionsvorsitzende Andrew McLellan, ein reformierter Geistlicher, hatte bei der Vorstellung des Berichts die römisch-katholischen Bischöfe aufgerufen, sich "unmissverständlich und unwiderruflich" bei den Opfern zu entschuldigen. Die römisch-katholische Kirche müsse sich den Verletzungen der Betroffenen stellen, sich "mit ihrer dunklen Seite auseinandersetzen und Heilung für sich selbst" und Schritte suchen, um ihre "Glaubwürdigkeit wiederherzustellen". Erzbischof Tartaglia kündigte an, die Ergebnisse der Kommission und die geplanten Maßnahmen der Kirche würden am kommenden Wochenende in allen Pfarren mitgeteilt. (Kathweb/KAP v. 18. 8.)

 

 

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