In einer Aussendung erinnern die Steyler Missionare Österreichs an den so genannten „Katakombenpakt“, den 40 Bischöfe im November 1965 – drei Wochen vor dem Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils – unterzeichnet haben.

Wörtlich heißt es in dem Pakt: "Wir werden uns bemühen, so zu leben, wie die Menschen um uns her üblicherweise leben, im Hinblick auf Wohnung, Essen, Verkehrsmittel und allem, was sich daraus ergibt." Oder: "Wir verzichten ein für allemal darauf, als Reiche zu erscheinen wie auch wirklich reich zu sein, insbesondere in unserer Amtskleidung (teure Stoffe, auffallende Farben) und in unseren Amtsinsignien, die nicht aus kostbarem Metall – weder Gold noch Silber – gemacht sein dürfen, sondern wahrhaft und wirklich dem Evangelium entsprechen müssen." Für den "apostolisch-pastoralen Dienst an den wirtschaftlich Bedrängten, Benachteiligten oder Unterentwickelten" wollen die Bischöfe "alles zu Verfügung stellen, was notwendig ist an Zeit, Gedanken und Überlegungen, Mitempfinden oder materiellen Mitteln, ohne dadurch anderen Menschen und Gruppen in der Diözese zu schaden". Zugleich halten die Bischöfe fest: "Wir werden in unserem Verhalten und in unseren gesellschaftlichen Beziehungen jeden Eindruck vermeiden, der den Anschein erwecken könnte, wir würden Reiche und Mächtige privilegiert, vorrangig oder bevorzugt behandeln (z.B. bei Gottesdiensten und bei gesellschaftlichen Zusammenkünften, als Gäste oder Gastgeber)." Nach der Unterzeichnung waren die 40 Bischöfe mit dem Text durch die Konzilsaula gegangen und konnten 500 weitere Bischöfe davon überzeugen, den Text zu unterzeichnen. (Kathweb/KAP v. 13. 4.)

 

 

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