Neuerlich betont der Papst, dass die Synodalität der Weg der Kirche ist: In einer Predigt bezog er sich auf das Jerusalemer Apostelkonzil.

Wahre „Hauptperson der Kirche“ seien allerdings nicht die beratenden und auch streitenden Apostel, sondern der Heilige Geist – er „macht alles, er bringt die Kirche vorwärts“, auch „wenn eine Verfolgung ausbricht“ oder wenn „bei den Gesetzeslehrern Widerstand und Sturheit auftreten […] Das hatten sie sich noch nicht einmal vorstellen können. Zum Beispiel: dass auch die Heiden den Heiligen Geist empfangen könnten!“ Das erste Konzil trat zusammen. „Und am Ende haben sie sich geeinigt.“ Der Papst machte darauf aufmerksam, dass die Apostel ihre Entscheidung so ins Wort fassten: „Der Heilige Geist und wir haben beschlossen“. Genau das sei der Weg der Kirche „angesichts der Neuigkeiten“: Beratung, Zuhören, Diskutieren, Gebet und dann „eine abschließende Entscheidung“. „Das ist der Weg der Kirche bis heute. […]  Das ist der Weg der Kirche: die sogenannte Synodalität, in der sich die Gemeinschaft der Kirche ausdrückt. Und wer wirkt die Gemeinschaft? Der Geist [...] Es ist der Geist, der uns ruft,“ sagte der Papst (www.de.radiovaticana.va vom 28. 4.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Konkrete Maßnahmen gegen Hassreden, will das „Internationale Dialogzentrum König-Abdullah“ (KAICIID) in Wien setzen. Dafür werden knapp 1,5 Millionen Euro im Jahr 2020 zur Verfügung gestellt. Das gab der Generalsekretär des KAICIID, Faisal Bin Muaamar, in einer Aussendung bekannt. Unterstützt werden Projekte in Europa und dem Nahen Osten, in Myanmar, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik. Die Initiative ist auf einer KAICIID-Tagung zum Thema „The Power of Words“ in Wien ins Leben gerufen worden. An der Tagung haben mehr als 150 Führungspersönlichkeiten aus den Bereichen Religion, Politik, Kultur und Medien teilgenommen, darunter der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Kardinal Miguel Ayuso Guixot. (kap u. vn v. 1. 11.)

     

  • Die Grundform des priesterlichen Dienstes in der römisch-katholischen Kirche wird die ehelose Lebensform bleiben, betonte Kardinal Christoph Schönborn in einem Fernsehinterview. Er habe sich trotzdem bei der Amazonien-Synode für die Weihe bewährter verheirateter Männer zu Priestern in Ausnahmefällen ausgesprochen und für diesen Vorschlag im Schlussdokument votiert. (kap u. vn v. 4. 11.)

     

  • Es ist eine ökumenische Premiere in Österreich: Erstmals tagen die Mitglieder der römisch-katholischen sowie der orthodoxen Bischofskonferenz gemeinsam. Das Treffen findet ab 4. November im Wiener Erzbischöflichen Palais statt. Nach einem Austausch über Themen, die für beiden Kirchen relevant sind, wird um 18.30 Uhr eine gemeinsame Vesper in der griechisch-orthodoxen Kathedrale (Fleischmarkt 13, 1010 Wien) gefeiert, zu der alle Gläubigen eingeladen sind. Der gemeinsame Teil der Tagung endet mit einem Empfang des griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenois (Kardamakis), der auch Vorsitzender der orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich ist. Danach diskutierte der rein römisch-katholische Episkopat u. a. die Ergebnisse der Amazonien-Synode, an der Kardinal Schönborn teilgenommen hatte. (kap u. vn v. 3. 11.)

     

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