Zusammenarbeit und Dialog mit den (Welt-)Religionen: (Islam u.a.)

Junge Menschen aus dem Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus haben am Wiener internationalen Dialogzentrum KAICIID einen einjährigen „Fellow“-Lehrgang zur Förderung von interkulturellem und interreligiösem Dialog absolviert. Der vatikanische Kurienbischof Miguel Ayuso Guixot und KAICIID-Generalsekretär Faisal bin Muaammar übergaben den 41 jungen Männern und Frauen aus 25 Ländern bei einer Feier ihre Dekrete. Ayuso, der als Sekretär des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog auch Mitglied des KAICIID-Verwaltungsrates ist, rief die jungen Leute dazu auf, in ihren Heimatländern als „aktive Friedensstifter“ tätig zu sein. Der Aufbau einer friedlicheren Welt erfordere interkulturellen und interreligiösen Dialog als wesentliche Bausteine. Interreligiöser Dialog dürfe sich dabei nicht nur unter Religionsführern abspielen, sondern unter „so vielen Gläubigen wie möglich“. Einmal mehr verurteilte der Kurienbischof den Missbrauch von Religion für Gewalt: „Niemand darf den Namen Gottes benutzen, um Gewalt anzuwenden. Im Namen Gottes zu töten, ist ein schweres Sakrileg. Im Namen Gottes zu diskriminieren, ist unmenschlich“, zitierte Ayuso aus einer Rede von Papst Franziskus und betonte, dass es beim Religionsdialog nicht um eine „Vermischung“ von Religion gehe. Alle Beteiligten müssten sich von ihrer „authentischen religiösen Basis“ aus in den Dialog einbringen. Die ausgebildeten „Fellows“ sollen in ihren Heimatländern „Brücken des Dialogs“ bauen, und Projekte entwickeln, wie sie religiöse Verantwortungsträger im interreligiösen Dialog unterrichten könnten. Mittlerweile gibt es mehr als 150 Stipendiaten aus 44 Ländern. Die KAICIID-Fellows würden von Organisationen zunehmend als ExpertInnen für den Religionsdialog hinzugezogen, berichtete Anas Alabbadi, einer der Verantwortlichen des Dialogzentrums. Das KAICIID wird von Vertretern von Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum geleitet. (kap u. vn. v. 2. 12.)

 

Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas war am 3. Dezember beim Papst im Vatikan zu Besuch. Das 20minütige Gespräch war geprägt vom Thema des Friedens im Nahen Osten. Man habe auch über die Zwei-Staaten-Lösung gesprochen. Der Vatikan und Palästina hofften in diesem Zusammenhang auch auf einen „verstärkten Einsatz der Internationalen Gemeinschaft, um den berechtigten Anliegen beider Völker Rechnung zu tragen“. Auch der Status der Stadt Jerusalem, die den drei abrahamitischen Religionen als heilig gilt, habe besondere Aufmerksamkeit bei den Beratungen erfahren. Es gelte, die Identität und universelle Bedeutung der heiligen Stadt anzuerkennen und zu schützen. Insgesamt habe bei der Begegnung eine „herzliche Atmosphäre“ geherrscht, so eine Aussendung des Vatikan. (kna u. vn v. 3. 12.)

 

Wie die israelische Zeitung Haaretz berichtet, hat eine Online-Aktion von zwei muslimischen Gruppen mehr als 40.000 Dollar Spenden für die Anschlagsopfer der Synagoge von Pittsburgh (28. Oktober 2018) gesammelt. Die beiden muslimischen Gruppen „Celebrate Mercy“ und „MPower Change“ arbeiten mit dem islamischen Zentrum von Pittsburgh zusammen. Man wolle „auf das Böse mit Gutem antworten, so wie unser Glaube uns lehrt“, heißt es auf der Crowdfunding-Seite. (CSI-Zeitung 12/2018)

 

Der koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II. kündigte einen Besuch in Saudi-Arabien an und stellte in einem Interview mit ArabNews klar: Saudi-Arabien ist eine wesentliche „Säule“ der muslimisch-arabischen Welt. In diesem Zusammenhang äußerte er sich auch positiv über den Kronprinzen, Mohammed bin Salman al-Saud: Die Treffen, die Bin Salman auf allen Ebenen durchführe, zeigten eine „moderne Vision“ und böten „große Hoffnungen“ für die Zukunft des Landes und der gesamten internationalen Gemeinschaft. (fides u. vn v. 6. 12.)

 

Auf Einladung der österreichischen Regierung kamen der chaldäisch-katholische Kardinal-Patriarch Louis Raphael Sako, der syrisch-orthodoxe Patriarch Ignatius Aphrem II. und der syrisch-katholische Patriarch Ignatius Yousef III. Younan, der in Beirut residiert, nach Österreich. Bundeskanzler Sebastian Kurz und weitere Regierungsmitglieder empfingen am 4. Dezember die christlichen Würdenträger aus dem Orient. Die Patriarchen aus Syrien, dem Irak und Libanon trafen auch Kardinal Christoph Schönborn. Viele Gläubigen ihrer drei Kirchen leben – bedingt durch die Kriege – auch im Westen. So gibt es in Wien eine größere chaldäische Gemeinde und gleich drei syrisch-orthodoxe Pfarren. Die syrisch-katholische Kirche hat keine eigene Struktur in Österreich, besteht aber aus zahlreichen Familien. (kap u. vn v. 6. 12.; Christen in Not 01/2019)

 

Zum ersten Mal besucht ein Papst die Arabische Halbinsel. Von 3. bis 5. Februar reist Papst Franziskus in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAR), teilte der Vatikan am 6. Dezember mit. Eingeladen hatte den Papst Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, der Kronprinz von Abu Dhabi. Franziskus wird dort an einer internationalen Konferenz mit dem Titel „Geschwisterlichkeit unter den Menschen“ teilnehmen. Die erste Reise eines Papstes auf die Arabische Halbinsel findet genau 800 Jahre nach der historischen Begegnung des Heiligen Franz von Assisi mit dem Sultan von Ägypten, Malek el Khamil, statt. „Dieser Besuch von Papst Franziskus zeigt genauso wie jener in Ägypten, welche grundlegende Bedeutung der Heilige Vater dem interreligiösen Dialog beimisst“, erklärte Vatikansprecher Greg Burke. Die Visite des Papstes sei „ein hervorragendes Beispiel für die Kultur der Begegnung“. Burke gab auch das Thema des Besuchs bekannt: „Mach mich zu einem Weg deines Friedens“. Aufgrund zahlreicher Gastarbeiter ist eine beachtliche Minderheit der Bevölkerung christlich. Die Emirate gehören zum Apostolischen Vikariat Südliches Arabien, das seinen Sitz in Abu Dhabi hat. Vikar ist der Schweizer Bischof Paul Hinder. Francesco Patton, seit 2016 Kustos des Heiligen Landes in Jerusalem, sprach von einer Geste der gegenseitigen Öffnung. Auch den Saudi-Arabien-Besuch im April 2018 von Kardinal Jean-Louis Tauran, dem damaligen Leiter des für den Dialog mit dem Islam zuständigen Päpstlichen Rats, sieht Patton als Teil dieser „sehr positiven“ Entwicklung. Für Papst Franziskus ist die Reise historisch. Er ist das erste römisch-katholische Kirchenoberhaupt, das die Arabische Halbinsel besucht. (kna u. vn v. 6. u. 8. 12.; JA v. 30. 12)

 

Ägyptens Präsident Abdel Fattah Al-Sisi will die Renovierung von Synagogen und bedeutenden jüdischen Stätten des Landes mit umgerechnet 62,5 Millionen Euro unterstützen. Dies sei „ebenso wichtig wie die Renovierung des pharaonischen, islamischen und koptische Erbes", betonte der ägyptische Antikenminister Khaled Al-Anani. Weil die Synagogen und jüdischen Objekte im Besitz der ägyptischen Regierung seien, würden die Arbeiten von der Regierung ohne Beteiligung aus dem Ausland oder jüdischer Organisationen durchgeführt. Bereits im vergangenen Jahr bewilligte Ägypten umgerechnet 20 Millionen Euro zur Instandsetzung der 160 Jahre alten Elijahu-Hanavi-Synagoge in Alexandria. (kna u. vn v. 12. 12.)

 

Für den am 8. Dezember neu gewählten Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), Ümit Vural, ist „Antisemitismus ein No-go“. Dies sagte er in einem Interview der Zeitung „Die Presse“. „Antisemitismus ist ein No-go. Es kann nicht sein, dass sichtbare Mitglieder einer Religion auf der Straße angegriffen und beschimpft werden. Die jüdische Bevölkerung hat da unsere volle Solidarität.“ Außerdem bekennt er: „Ich bleibe bei meinem Ziel, Imame hier auszubilden. […] Wir brauchen Imame, die unsere gemeinsame Sprache Deutsch beherrschen.“ (Die Presse v. 15. 12.)

 

Prominente islamische und römisch-katholische Kleriker in Indonesien haben sich gemeinsam gegen einen zunehmenden Einfluss des ultra-konservativen Islam gestellt. Konservatismus werde zu einer „ernsten Gefahr“, wenn er sich „in religiöse Ausschließlichkeit und Extremismus“ verwandelt und „zu einem Werkzeug für politische Interessen“ wird, zitiert das Nachrichtenportal „Jakarta Post“ am 30. Dezember aus der „Jakarta-Abhandlung“ („Jakarta Treatise“). Zu den Autoren gehören auf römisch-katholischer Seite der deutschstämmige Jesuit, Sozialphilosoph und Theologe Franz Magnis Suseno sowie Pater Benny Susetyo, der bei der indonesischen Bischofskonferenz für die Beziehungen zwischen den Religionen zuständig ist. Islamische Kleriker und Gelehrte kamen aus der mit mehr als 30 Millionen Mitgliedern größten islamischen Organisation „Nahdlatul Ulama“ (NU) sowie aus dem „Liberalen Islamnetzwerk“. Aus dem säkularen Bereich gehört der frühere Verfassungsgerichtspräsident Mohammad Mahfud zu den Ko-Autoren. In der „Jakarta-Abhandlung“ wird Indonesiens Regierung aufgefordert, eine „aktivere Rolle“ zur Erreichung „religiöser Mäßigung“ einzunehmen. (kna – u. vn v. 30. 12.)

 

Ägypten ruft einen neuen Ausschuss gegen Religionskonflikte ins Leben. Präsident Abdel Fattah al-Sisi ordnete laut ägyptischen Medienberichten per Dekret die Einrichtung eines solchen Gremiums unter Vorsitz seines Sicherheitsberaters an. Den Angaben zufolge werden dem Ausschuss Vertreter von Armee, Geheimdienst und der zuständigen Behörden angehören. Seine Aufgabe soll es sein, eine Strategie zur Vermeidung religiös motivierter Konflikte zu entwickeln. Ein Sprecher der koptisch-orthodoxen Kirche bezeichnete die Entscheidung als einen entscheidenden Schritt gegen Extremismus und Terror im Land. Der Ausschuss werde dazu beitragen, Ägyptens Bild als Beispiel für Toleranz und friedliches Zusammenleben wiederherzustellen. (kna u. v. v. 31. 12.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Nach dem Nein des Vatikan zu einer Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren fordert der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck „eine ernsthafte und zutiefst wertschätzende Neubewertung der Homosexualität". Die bloße Wiederholung der „Wertung von Homosexualität auf naturrechtlicher Basis" werde heute nicht mehr verstanden und auch nicht mehr akzeptiert, schreibt er in einem Brief an alle Pfarreien. Gerade in den Zuschriften vieler SeelsorgerInnen komme „eine offene Ablehnung der lehramtlichen Position zum Ausdruck, die nicht mehr ignoriert werden darf". Bei aller Wertschätzung von Schriftzeugnis, Lehramt und Tradition müsse es um eine „Übersetzung der Zeichen der Zeit" gehen. Die gesamte Tradition sei „als ein lebendiges Geschehen zu begreifen". Gerade die Segensfeiern seien entstanden aus der seelsorglichen Begleitung der betroffenen Menschen. „Über das Gute ihres Lebens einen Segen zu sprechen, der nicht einer Trauung ähnelt, wohl aber Zeichen der Begleitung ist, soll doch zeigen: Im Namen der Kirche ist Gott in dieser Beziehung gegenwärtig." Ähnlich 2600 Geistliche in Deutschland, zahlreiche Priester in Österreich, sowie die österreichischen Bischöfe Wilhelm Krautwaschl (Graz-Seckau), Josef Markets (Gurk-Klagenfurt), Hermann Glettler (Linz) und der Antwerpener Bischof Johan Bonny. (kna u. zahlreiche Medien ab. 20. 3.)

     

  • Im Irak tätige religiöse Organisationen haben anlässlich der Papstreise vom 5. bis zum 8. März ein gemeinsames Statement für Solidarität, Geschwisterlichkeit und interreligiösen Dialog unterzeichnet. In der interreligiösen Erklärung verpflichten sich die Organisationen, Diskriminierung und Missionierung abzulehnen, die kulturellen Werte und Überzeugungen anderer zu respektieren, den sozialen Zusammenhalt zu fördern und die Zusammenarbeit bei der Hilfe für Bedürftige zu stärken. Sie rufen zudem die Internationale Gemeinschaft auf, dem irakischen Volk zu helfen, die gegenwärtigen Herausforderungen „in einem wahren Geist der menschlichen Geschwisterlichkeit und Solidarität“ zu bewältigen. Die Erklärung unterschrieben unter anderem mehrere Caritas-Einrichtungen, die christlich-muslimische Adyan-Stiftung, Islamic Relief Worldwide und der Lutherische Weltbund. Schon in seiner Enzyklika „Fratelli tutti“ habe Papst Franziskus daran erinnert, dass sich keiner allein retten könne, heißt es in dem Manifest. Als positives Beispiel interreligiöser Zusammenarbeit verweisen die Unterzeichner auf das Abu Dhabi-Dokument von 2019 zur Brüderlichkeit aller Menschen hin , das Papst Franziskus und Großimam Ahmad Mohammad Al-Tayyeb unterzeichneten. „Als glaubensbasierte Organisationen schließen wir uns vollständig dieser Botschaft der Geschwisterlichkeit und des Dialogs an“. (vn v. 3. 3.)

     

  • Die Enzyklika „Fratelli tutti“ über Geschwisterlichkeit und soziale Freundschaft steht im Zentrum eines Web-Seminars, bei dem weibliche Führungspersönlichkeiten unterschiedlicher Religionen und Kulturen zu Wort kommen. Organisiert wurde das ökumenische und interreligiöse Seminar von der Weltunion katholischer Frauenverbände (WUCWO) anlässlich des internationalen Weltfrauentags am 8. März. Zwei Vatikangremien wirken dabei mit: der weibliche Beraterstab des päpstlichen Kulturrates und der Päpstliche Rat für Interreligiösen Dialog. Neben einer Videobotschaft der ehemaligen UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova, die als weibliches Mitglied im „Hohen Komitee für die Brüderlichkeit unter den Menschen“ im islamisch-christlichen Dialog engagiert ist, sind Beiträge weiterer Vertreterinnen aus Christentum, Judentum und Islam, Buddhismus und Hinduismus vorgesehen. Das Wort ergreifen etwa die Soziologieprofessorin und Vatikanberaterin Consuelo Corradi, Leiterin des Frauenrates im Päpstlichen Kulturrat, sowie die muslimische Theologin Shahrzad Houshmand, die ebenfalls dort Mitglied ist. Auch sprechen die Präsidentin des Interreligiösen und Interkulturellen Komitees des Internationalen Rates der Jüdischen Frauen, Nadine Iarchy. Weitere Beiträge kommen von Elena Seishin Viviani von der Buddhistischen Union und Svamini Hamsananda Ghiri von der Hinduistischen Union in Italien. Grußworte sprechen Kardinal Gianfranco Ravasi, Präsident der Päpstlichen Kulturrates, und Kardinal Miguel Ángel Ayuso Guixot, Präfekt des Päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog. „Wir sind dann im Jahr 2020 zu einer gemeinsamen Erklärung gekommen und haben festgestellt, dass es gemeinsame Punkte gibt, um menschliche Geschwisterlichkeit gemäß den vom Papst angegebenen Richtlinien durch Frauen in der Welt zu verwirklichen. In diesem Jahr 2021 hoffen wir, diesen Weg des Dialogs einen Schritt weiterzugehen und zu konkretisieren - es geht jetzt darum, von Erklärungen zu Fakten überzugehen“, sagt die Argentinierin Maria Lia Zervino, Präsidentin der WUCWO, im Interview mit Radio Vatikan. (vn v. 3. 3.)

     

  • Der Innsbrucker Pastoraltheologe Christian Bauer fordert eine Neuausrichtung der Priesterausbildung. Es brauche „einen anderen, postklerikalen Geist", schreibt er in einem Gastbeitrag für das Portal katholisch.de. Angehende Priester müssten „aus ihrer persönlichen Komfortzone heraus“. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) habe es „durchaus bemerkenswerte Neuansätze" gegeben. Unter dem heutigen Papst ergäben sich neue Möglichkeiten, da Franziskus die Synodalität als gemeinsames Vorangehen aller Getauften propagiere. Bislang führe die Priesterausbildung häufig zu einem „Hineinsozialisieren in einen klerikalen Habitus, der längst als ein wesentlicher Grund des geistlichen Missbrauchs bis hin zu sexualisierter Gewalt identifiziert ist". In Priesterseminaren entstehe oft ein „verhängnisvoller klerikaler Korpsgeist". Es brauche jedoch individuelle Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln, fordert der Pastoraltheologe. Zudem sollten „angehende Priester, Gemeinde- und Pastoralreferent*innen" nicht in „XXL-Seminaren" abgeschottet sein, sondern in dezentralen Wohngemeinschaften am ‚normalen' Studierendenleben" teilhaben. Prof. Bauer äußerte sich deshalb, weil eine Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz ein Reformkonzept vorgelegt hat, wonach die Priesterausbildung nur noch an wenigen Standorten in Deutschland erfolgen soll. Dies stieß zum Teil auf heftige Kritik. (kna u. kap v. 2. 3.)

     

  • Der deutsche Ökumenische Kirchentag (ÖKT) 2021 wird anders als alle Kirchentage bisher. Ein Beispiel dafür ist „Schaut hin – Von der Krise zur Vision“, das Anfang März veröffentlichte gemeinsame Magazin der römisch-katholischen und evangelischen Kirche für den Religionsunterricht. Konkret arbeiteten hier das Dezernat Schule und Bildung im Bistum Limburg und das Religionspädagogische Institut der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN) zusammen. Das Heft bietet für Schulen Unterrichtsmaterialien zu den zentralen Themen des ÖKTs an: von Glaube und Spiritualität über die Bewahrung der Schöpfung bis hin zu Wirtschaft. „Es ist so wichtig, dass gerade Kinder und Jugendliche erkennen können, dass Christ-Sein nicht bedeutet, weltfern zu sein“, schreiben in ihrem Geleitwort der Bischof von Limburg, Georg Bätzing, sowie die Bischöfin von Kurhessen-Waldeck, Beate Hofmann, und der Kirchenpräsident der EKHN, Volker Jung. (vn [=Vatican News] v. 2. 3.)

     

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