Der offizielle Zwischenbericht über den Verlauf der Debatten in der Familiensynode von Kardinal Peter Erdö spricht von der Notwendigkeit „mutiger pastoraler Entscheidungen“.

In dem 12-seitigen Zwischenbericht („Relatio post disceptationem") werden die Meinung zahlreicher Synodaler zusammengefasst. Diese halten demnach eine Wiederzulassung von wiederverheirateten Geschiedenen in Einzelfällen und nach einem „Weg der Buße" unter der Verantwortung des Bischofs für denkbar. Ein „Alles oder Nichts" könne es nicht geben, so der Text. Eine genaue Abwägung der Einzelsituation sei „unumgänglich". „Es muss vor allem das Leid derer berücksichtigt werden, die zu Unrecht Trennung und Scheidung erlitten haben", heißt es. Der Bericht geht ferner auf den Gedanken von der sogenannten „Gradualität“ ein, wonach auch in Partnerschaftsformen, die der katholischen Lehre zuwiderlaufen, familiäre Werte und die Suche nach Wahrheit gelebt werden können. Die Synode betont außerdem, dass Partnerschaften zwischen Homosexuellen niemals der Ehe von Mann und Frau gleichgestellt werden können, dass man ihnen aber mit Respekt und Zuwendung begegnen müsse. (Kathweb/KAP v. 13. 10.)

 

 

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