Die österreichische Pfarrer-Initiative gründet am 1. Juli ein „Aktionsbündnis“ von Pfarren, um sich gegen Pfarrzusammenlegungen zu wehren und nach gangbaren alternativen Wegen zu suchen

Die Initiatorin dieses Aktionsbündnis „Pfarren mit Zukunft – statt XXL-Gemeinde!“ ist die österreichische  „Pfarrerinitiative“. Maßgeblich dahinter stehen auch die Pfarrgemeinderäte der Pfarre Probstdorf bei Wien, deren Pfarrer der Vorsitzende der Pfarrer-Initiative, Helmut Schüller, ist. Auch Probstdorf soll in nächster Zeit mit umliegenden Pfarren zu einer „XXL-Gemeinde“ werden. Es wird mit dem Hinweis auf das Angebot von Papst Franziskus, die Diözesen mögen mutige Vorschläge zur Lösung pastoraler Probleme machen, vorgeschlagen: „Lasst uns in die Eigenverantwortung gehen, produktiv werden und miteinander die Zukunft unserer Gemeinden positiv gestalten  …   uns miteinander austauschen und vernetzen; Informationen, Erfahrungen und Ideen rund um den Umgang mit der diözesanen Strukturreform bündeln; gemeinsam über nächste, auch kirchenrechtliche Schritte beraten“. (www.pfarrer-initiative.at v. 1.7.; JA . v. 20. 7.; KI 8/2014)

 

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Im Fall der entführten und zwangsverheirateten 14-jährigen Christin Maira Shahbaz aus Islamabad (Pakistan) gibt es Hoffnung auf eine Befreiung. Der Großmufti der sunnitischen Rizvi-Jammah Moschee in Faisalabad, Muhammad Asad Ali Rizvi Efi, hat mit einem muslimischen Rechtsurteil (Fatwa) die vom mutmaßlichen Entführer Mohamad Nakash vorgelegte Heiratsurkunde als gefälscht bezeichnet. Nakash behauptet, mit dem minderjährigen Mädchen gültig verheiratet zu sein. Dazu sagte Lala Robin Daniel, Menschenrechtsaktivistin aus Faisalabad, gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“: „Die Stellungnahme des Großmuftis ist von Bedeutung. Die Heiratsurkunde ist zweifellos gefälscht. Die Unterschrift des Imams, der die Trauung angeblich durchgeführt hat, ist falsch. Die bestehende Ehe von Nakash wird nicht erwähnt. All das zeigt deutlich, dass es sich um einen Betrug handelt.“ Der christliche Anwalt der Familie hofft auf eine baldige Wiederaufnahme des Verfahrens. Das Hilfswerk „Kirche in Not“ unterstützt und begleitet aktuell den Fall eines weiteren 14-jährigen Mädchens, der Katholikin Huma Younus. Sie wurde im Oktober 2019 aus ihrem Elternhaus in Karatschi verschleppt. Auch hier läuft ein Revisionsverfahren. (www.kirche-in-not.de u. vn v. 8.

     

  • Nach einer entsprechenden Ausbildung und der Ermächtigung durch Bischof Josef Marketz (Diözese Gurk-Klagenfurt) können auch Frauen und Männer aus dem Laienstand ab März 2021 Begräbnisse leiten. Der erste „Lehrgang zur Leitung von Begräbnissen für theologisch und pastoral qualifizierte Laien“ soll kommenden Herbst beginnen. „Trauernde zu trösten und Tote zu begraben sind Werke der Barmherzigkeit, die jeder Christin und jedem Christen, aber auch der Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden, aufgetragen sind“, so Bischof Marketz. Mit der neuen Ausbildung wolle die römisch-katholische Kirche Kärntens einerseits Priester und Diakone in ihrem Dienst unterstützen. Im Erzbistum Wien werden bereits seit längerem Laien mit dieser Aufgabe betraut. (vn v. 2. 7.)

     

  • Ein „historischer Moment“ war laut Katharina Rogenhofer, Sprecherin des österreichischen Klimaschutz-Volksbegehrens, der am 24. Juni bei einer Pressekonferenz in Wien erfolgte Schulterschluss der österreichischen Religionsgemeinschaften und der gemeinsame Aufruf zur Unterzeichnung. Kardinal Christoph Schönborn sagte in seinem Statement, dass er und die weiteren fünf Religionsvertreter die „Zukunft sichern“ wollten. Mit ihm waren am Podium: der lutherische Bischof Michael Chalupka, der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej Cilerdzic sowie die Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, der Islamischen Glaubensgemeinschaft und der Buddhistischen Religionsgesellschaft, Oskar Deutsch, Ümit Vural und Gerhard Weissgrab. (JA v. 5. 7.)

     

Artikelempfehlungen

Als Termin ist der 28. bis 30. Oktober 2016 geplant. Rund 1000 Kirchenvertreter aus mehr als 150 Ländern werden dazu...
Der Vorsitzende Simon Cazal meinte: Die meisten Angehörigen der LGTB-Gemeinschaft in Paraguay seien „tiefgläubig“ und...
Dass Papst Franziskus die Zulassungsbedingungen zum Priesteramt radikal ändert, wenn die Bischöfe des Amazonas-Gebiets...