In Duisburg genehmigt der Essener Bischof die erste Selbstverwaltung einer Gemeinde durch Laien.

Nach der angedrohten Schließung der Gemeinde besetzten Gemeindemitglieder ihre Kirche und erreichten das Zugeständnis. Damit beschreitet eine katholische Kirchengemeinde Neuland: In Zukunft verwalten sich die knapp 3000 Mitglieder von St. Barbara mit Genehmigung des Essener Bischofs Franz-Josef Overbeck selbst. Die eigentlich zum Abriss vorgesehene Kirche wird auch keinen eigenen Pfarrer mehr haben. Gottesdienste, Kinder-, Frauen-, Küster- und Seniorenarbeit übernehmen Ehrenamtliche, finanziert wird die Gemeinde durch Spenden. Als "Konzept für eine ortsbezogene Weiterentwicklung der Kirche", so Overbeck, könnte das Projekt Schule machen. Auf der Webseite des Fördervereins der Gemeinde heißt es zu dem Konzept, man wolle "das religiöse, karitative, gesellschaftliche und kulturelle Leben der Gemeinde auch ohne die bisher vertrauten Strukturen und Institutionen […] erhalten". (www.spiegel.de vom 22. 8.; JA v. 6. 9.)

 

 

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