Papst Franziskus setzt einen Opus-Dei-Bischof in Paraguay ab, der einen Priester als mutmaßlichen Kinderschänder geschützt haben soll.

Das Bistum Ciudad del Este erhält einen Apostolischen Administrator, der Bischof Rogelio Ricardo Livieres Plano ablöst. Die Entscheidung sei „aus ernsten seelsorgerlichen Gründen“ gefallen und ziele auf die Einheit unter den Bischöfen Paraguays. Bischof Livieres Plano deckte seinen Generalvikar, der früher in den USA Seminaristen sexuell belästigt haben soll. Er betraute den Priester mit seelsorgerlichen Aufgaben – auch an Jugendlichen – und setzte sich damit über eine ausdrückliche Warnung durch das US-amerikanische Bistum hinweg. Überdies hatte Livieres einem Mitbruder im Bischofsamt öffentlich vorgeworfen, homosexuell zu sein und dessen Ausschluss aus der Kirche gefordert. Ein zerstrittener Episkopat in Paraguay war die Folge.(http://de.radiovaticana.va vom 25. 9.; Die Furche v. 2.10; JA v. 5. 10.; JA v. 12. 10.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Konkrete Maßnahmen gegen Hassreden, will das „Internationale Dialogzentrum König-Abdullah“ (KAICIID) in Wien setzen. Dafür werden knapp 1,5 Millionen Euro im Jahr 2020 zur Verfügung gestellt. Das gab der Generalsekretär des KAICIID, Faisal Bin Muaamar, in einer Aussendung bekannt. Unterstützt werden Projekte in Europa und dem Nahen Osten, in Myanmar, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik. Die Initiative ist auf einer KAICIID-Tagung zum Thema „The Power of Words“ in Wien ins Leben gerufen worden. An der Tagung haben mehr als 150 Führungspersönlichkeiten aus den Bereichen Religion, Politik, Kultur und Medien teilgenommen, darunter der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Kardinal Miguel Ayuso Guixot. (kap u. vn v. 1. 11.)

     

  • Die Grundform des priesterlichen Dienstes in der römisch-katholischen Kirche wird die ehelose Lebensform bleiben, betonte Kardinal Christoph Schönborn in einem Fernsehinterview. Er habe sich trotzdem bei der Amazonien-Synode für die Weihe bewährter verheirateter Männer zu Priestern in Ausnahmefällen ausgesprochen und für diesen Vorschlag im Schlussdokument votiert. (kap u. vn v. 4. 11.)

     

  • Es ist eine ökumenische Premiere in Österreich: Erstmals tagen die Mitglieder der römisch-katholischen sowie der orthodoxen Bischofskonferenz gemeinsam. Das Treffen findet ab 4. November im Wiener Erzbischöflichen Palais statt. Nach einem Austausch über Themen, die für beiden Kirchen relevant sind, wird um 18.30 Uhr eine gemeinsame Vesper in der griechisch-orthodoxen Kathedrale (Fleischmarkt 13, 1010 Wien) gefeiert, zu der alle Gläubigen eingeladen sind. Der gemeinsame Teil der Tagung endet mit einem Empfang des griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenois (Kardamakis), der auch Vorsitzender der orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich ist. Danach diskutierte der rein römisch-katholische Episkopat u. a. die Ergebnisse der Amazonien-Synode, an der Kardinal Schönborn teilgenommen hatte. (kap u. vn v. 3. 11.)

     

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