Papst Franziskus will die Reform der Kurie mit Entschlossenheit fortsetzen.

Inhaltlich bezog er sich in seiner diesjährigen Weihnachtsansprache an die römische Kurie an zunächst auf seine berühmt gewordene Weihnachtsansprache vor der Kurie im Vorjahr. Damals hatte er seinen Mitarbeitern einen „Katalog der kurialen Krankheiten“ in 15 Punkten vorgelegt, was bei einigen auch für Irritationen gesorgt hatte. „Heute müsste ich also von den kurialen Antibiotika sprechen“, griff der Papst den Faden wieder auf. Einige der kurialen Krankheiten nämlich seien in diesem Jahr aufgetreten und hätten dabei „nicht wenig Schmerz im ganzen Körper verursacht und viele Seelen verletzt. Auch mit Skandalen. […] Ich halte es für meine Pflicht zu bekräftigen […] Die Reform wird mit Entschlossenheit, klarem Verstand und Tatkraft fortgeführt werden, denn Ecclesia semper reformanda“, die Kirche sei immer zu reformieren. Die „Widerstände” und das Scheitern einiger Mitarbeiter böten Lektionen und Möglichkeiten zu Wachstum, aber nicht Grund zur Entmutigung. „Es sind Gelegenheiten, zum Wesentlichen zurückzukehren“ und sich selbst zu fragen, wie es mit dem eigenen „sensus ecclesiae“, dem Gefühl für die Kirche, und dem „sensus fidei“, dem Sinn für den Glauben, bestellt sei. Dann legte er einen nicht erschöpfenden Katalog der notwendigen Tugenden [vor…] „Ich lade die Leiter der Dikasterien und die Vorgesetzten ein, ihn anzureichern und zu vervollständigen: Vernünftigkeit und Liebenswürdigkeit, Ehrlichkeit und Reife, Großherzigkeit und Aufmerksamkeit sowie Vertrauenswürdigkeit und Nüchternheit“. (http://de.radiovaticana.va vom 21. 12.; JA vom 3. 1.)

 

 

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