Der peruanische Befreiungstheologe Gustavo Gutierrez, der noch von Papst Benedikt XVI. kritisiert und gemieden wurde, darf erlaubterweise im Vatikan bei einer Pressekonferenz auftreten und im „Osservatore Romano“ schreiben.

So verweist Gustavo Gutierrez in der aktuellen Ausgabe der päpstlichen Zeitung auf die unverminderte Aktualität dieser vom Vatikan lange beargwöhnten Bewegung hin. Das soziologische Verständnis von Armut, das der Befreiungstheologie ursprünglich zugrunde liege, sei auch heute noch gültig, "trotz unserer Grenzen", schreibt der peruanische Dominikaner in einem Gastbeitrag. Armut sei im Zeitalter der Globalisierung kein rein wirtschaftliches Phänomen mehr, so Gutierrez. Sie habe auch ethnische, kulturelle und geschlechtsbezogene Aspekte. Am 13. Mai tritt der lateinamerikanische Ordensmann darüber hinaus zum ersten Mal bei einer offiziellen Pressekonferenz im Vatikan auf. Anlass ist die Vorstellung der 20. Generalversammlung des Weltcaritas-Dachverbands (Caritas Internationalis). (Kathweb/KAP v. 8. 5.)

 

 

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